Homo Performance
- 14. Juli
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Wenn Gesellschaften Menschen nicht mehr als eigenständige Persönlichkeiten mit Bedürfnissen, Wünschen und Befürchtungen anerkennen, sondern sie auf Mittel zur Erfüllung abstrakter wirtschaftlicher Ziele reduzieren, verschiebt sich das Menschenbild schrittweise.
Wenn Menschen vor allem nach ihrem ökonomischen Nutzen bewertet und andere, die „weniger nützlich“ sind, systematisch abgewertet werden, entsteht eine einfache Logik:
Wer nicht funktioniert, gehört nicht dazu.
Wer funktioniert, muss sich ständig neu beweisen.
Wir haben die Glaubenssätze des Marktes so stark verinnerlicht, dass sie Bestandteil unseres täglichen Sprachgebrauchs geworden sind.
Das Doofe ist nur, dass sie in ihrer Gesamtheit und vor allem in Verbindung mit der dahinter liegenden Haltung, zu einem mechanistisch-technokratischen Weltbild werden, das dazu führt, dass wir in einem falschen Narrativ mit fatalen Folgen feststecken.
Denn Menschen wollen leisten. Kaum jemand ist zufrieden, wenn er oder sie nichts vollbringt. Leistung ist etwas zutiefst Menschliches.
Nur der Wert des einzelnen Menschen ist davon unabhängig.
Leistung ist keine Eintrittskarte zum Menschsein.
Der Text erschien zuvor auf Linkedin




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