Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
- 14. Mai 2025
- 1 Min. Lesezeit
Für das was sich seit einiger Zeit immer stärker vor unseren Augen abspielt, gibt es eine Bezeichnung: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.
Der Begriff wurde von Erziehungswissenschaftler Wilhelm Heitmeyer geprägt und beschreibt die Abwertung und Ausgrenzung von Menschen alleine deshalb, weil ihnen die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe zugeschrieben wird.
Alle Ausländer sind …
Alle Homosexuellen sind …
Alle Bürgergeldempfänger sind …
Vor allem, wenn echtes Wissen oder persönliche Erfahrungen fehlen, greifen Menschen auf Stereotype und Vorurteile zurück. Aber selbst mit Wissen sind diese inneren Bilder und mentalen Modelle stark.
Vorurteile liefern scheinbare Kenntnis über Gruppen und erklären, warum manche „oben“ und andere „unten“ in der Gesellschaft stehen. So geben sie Kontrolle in unsicheren Zeiten und Verhältnissen.
Und auf diesem bereitwillig zur Verfügung gestellten Klavier der Vorurteile haben Extremisten gelernt, virtuos zu spielen. Interview mit Wilhelm Heitmeyer (Jung & Naiv, 2024):
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