Das Overton-Fenster – Gestern noch radikal, heute schon normal?
- 13. Juli 2024
- 1 Min. Lesezeit
Wie schnell sich ein Diskurs verschieben kann, merken wir in letzter Zeit häufiger. Wie die Mechanismen dahinter in der Regel funktionieren, steht in der Grafik.
Die Polarisierenden setzen dabei bewusst auf Tabubrüche, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und extreme Aussagen im Diskurs zu platzieren. Undenkbare Aussagen werden dabei häufig als “missverstanden” dargestellt.
Durch die mediale Aufmerksamkeit werden die undenkbaren Positionen im Anschluss ständig wiederholt. Sie erscheinen in Schlagzeilen und Talkshows. So verschiebt sich das Fenster in Richtung des zuvor Undenkbaren.
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»How does the Window move? Simple: start introducing ridiculously radical subjects and take them seriously. When that happens, people won’t necessarily accept them, but they’ll be more inclined to discuss something further in that direction.«
Ben Kay
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»The smart way to keep people passive and obedient is to strictly limit the spectrum of acceptable opinion, but allow very lively debate within that spectrum—even encourage the more critical and dissident views. That gives people the sense that there’s free thinking going on, while all the time the presuppositions of the system are being reinforced by the limits put on the range of the debate.«
Noam Chomsky
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Was kann helfen?
Die eigene Medienkompetenz stärken
Bewusstsein für manipulative Taktiken schärfen
Nicht oder sehr bewusst auf Provokationen einsteigen
Nicht die Trolle füttern
Faktencheck
Ethik vor Profit in Redaktionen
Verantwortung für die Zukunft vor Karrierismus in der Politik
🫀
Ein kleiner Anfang kann es sein, im richtigen Moment zu erkennen, dass man gerade vor einer Manipulationstaktik steht.
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